Dienstag, 20. Juni 2017

Eine Geschichte vom Erwachsenwerden...

Hallo ihr Lieben!
Heute gibt es mal wieder einen etwas tiefgründigeren Beitrag. Es soll nämlich um das Erwachsenwerden gehen.















Das ist mal wieder so eine Sache, die wohl jeder anders betrachtet. Für die einen ist es eben ganz typisch und normal, dass Babys zu Kindern, Kinder zu Teenis und die schließlich zu Erwachsenen werden. Prinzipiell ist es ja auch normal - aber habt ihr mal darüber nachgedacht, was das eigentlich für ein komplexer Prozess ist? Was nicht nur mit dem Körper passiert, sondern auch mit der Persönlichkeit? In der Zeit des Erwachsenwerdens entsteht dieser Mensch, der dann später im Labor, im Büro, auf dem Bau arbeitet, eine Familie hat und seine Ansichten und Lebensweisheiten an seine Nachkommen weiter gibt.













Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil Alex und Ich vor kurzem auf die Jugendweihe-Feier meiner Cousine eingeladen waren... und es war fast schon ein wenig erschreckend, dass es schon wieder so weit war. Meine Jugendweihe war doch gefühlt erst letztes Jahr und ich bin um einiges älter als sie...
Um so mehr man dann darüber nachdenkt, desto weiter wird man zurück in seine eigene Vergangenheit geschwemmt, von der Welle der Erlebnisse, Erfahrungen und Geschehnisse. Ich kann mich noch so gut an meinen Schulanfang erinnern - und jetzt liegt hier neben mir mein Abitur-Zeugnis und ich bewerbe mich an Unis. Ist das eigentlich noch normal, wie schnell die Zeit vergeht?















Es ist ja nicht so, dass ich der Vergangenheit hinterher trauere... ich schaue wirklich sehr zuversichtlich in die Zukunft. Ich bin total gespannt auf diesen kommenden Lebensabschnitt, der einige 180° Wendungen mit sich bringen wird und sicher ganz viele tolle Erlebnisse bereit hält. Aber es gibt trotzdem diese Momente, in denen man melancholisch wird - hätte ich meine Vergangenheit vielleicht teilweise anders gestalten sollen? Hätte ich vielleicht lieber öfter an die nun vergangene, damals tagaktuelle Zukunft denken sollen? Das weiß man nicht. Und ich denke das ist auch besser so. So lange man hier und da mal ein wenig "Carpe Diem" in sein Leben lässt, kann doch eigentlich nicht so viel schief gehen... oder?















Ich hatte es oben bereits erwähnt. Mit dem Erwachsenwerden verändern wir uns nicht nur körperlich. Auch unsere Persönlichkeit bekommt eine bestimmte Form und wir entwickeln eigene Meinungen und Ansichten. Wir entdecken unsere Interessen und jeder findet seinen persönlichen Spinat ;-) (Ich hasse Spinat)
Eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielen natürlich unsere Eltern, andere Familienmitglieder und Autoritäten. Ein perfektes Beispiel ist für mich immer die Schule. Physik - okay - ich sollte das jetzt nicht so laut sagen, denn Alex studiert Physik :D, aber ich habe es gehasst. Und das Ding ist, das war nicht so, weil ich die Inhalte uninteressant fand, sondern weil ich wohl schlicht und einfach die grausamste Physik-Lehrerin hatte, die sich die Menschheit vorstellen kann. Aber so ist es ja nicht nur in der Schule. Wir werden so oft und tief geprägt, von den Menschen die uns umgeben. Manchmal sind diese Erfahrungen so tief, dass sie echte Wunden hinterlassen können. Wenn sich eine Persönlichkeit einmal ausgebildet hat, dann ist sie nur noch schwer vom vermeindlich "falschen" Weg abzubringen...

Aber nun genug der Negativität. Auch eine falsche Uhr geht zweimal am Tag richtig. Ich bin also wirklich davon überzeugt, dass jeder da draußen irgendwie seinen Weg finden wird. Manche eben nicht immer sofort, aber man kommt bekanntlich auch auf Umwegen zum Ziel - und das ist am Ende doch die Hauptsache.













In meiner Vergangenheit gibt es nicht sehr viele Dinge, die ich wirklich lieber anders gemacht hätte. Die Erlebnisse, die ich aus meiner Timeline streichen würde, lagen oft gar nicht in meiner Hand, somit lohnt es sich nicht, darauf mit einem weinenden Auge zurückzublicken.

In unserem Alter sind wir ja papierkrammäßig bereits erwachsen...
Innerlich? Wohl kaum.
Oft kommt der Drang in mir hoch, mich nach einer spaßigen Runde auf dem Trampolin mit einem Wassereis auf die Schaukel zu setzen. Und gibt es etwas, was mich davon abhalten könnte? Nein, zum Glück nicht. Ich denke, wir sollten das Kind in uns niemals vergessen. Es holt uns manchmal von Höhenflügen auf den Boden der Tatsachen zurück. Es zeigt uns, auch unscheinbaren Dingen einen Wert zu geben und es erzählt uns zahllose Geschichten - mit uns selbst in der Hauptrolle. Ist das nicht unglaublich wertvoll?













Das war heute wieder mal ein etwas längerer Text. Doch dieses Thema wollte ich schon so lange niederschreiben - ich empfinde es als ein sehr Wichtiges.
Nun wünsche ich euch noch einen wunderbaren Abend!

Chiara <3



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